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Galileo Vibrationstraining

Galileo Vibration Training


Was ist Galileo Vibrationstraining?
Galileo ist ein Vibrationsgerät mit einer einzigartigen, seitenalternierenden Platte. Die Galileo-Platte agiert als Wippe um eine Achse und stimuliert so den Körper durch schnelle Vibrationsbewegungen. Steht man auf der wippenden Platte, fühlt man die von der Platte ausgehenden Vibrationen. Diese sind zu schnell, als dass man darauf bewusst reagieren könnte, sie stimulieren jedoch die Muskeln, Knochen und Sehnen, die die Vibrationen aufnehmen.

Die seitenalternierende Funktion der Galileo-Platte ahmt im Grunde das Gehen nach: Steht eine Person auf der wippenden Platte, so bewegt sich ein Bein nach oben und das andere nach unten, ähnlich wie beim menschlichen Gang. Durch die seitenalternierende Funktion wird die Vibration gedämpft, weil die Kräfte den Körper hinauf zum Kopf geleitet werden und dann den Körper verlassen. Dies ist der Unterschied zu vertikalen Vibrationsplatten, bei denen die Wirbelsäule ständig zusammengedrückt wird, da die Vibrationen im Körper bleiben.

Wie funktioniert es?
Man geht davon aus, dass die Muskelstimulierung mithilfe der Vibrationstechnologie von Galileo auf den Streckreflex zurückzuführen ist. Dieser Reflex wird vom Rückenmark und weniger vom Gehirn kontrolliert. Der Streckreflex gleicht dem Patellarsehnenreflex, der ausgelöst wird, wenn der Arzt auf die Kniesehne unterhalb der Kniescheibe schlägt. Dadurch schnellt der Unterschenkel nach oben, ohne dass das Gehirn die Bewegung verhindern könnte.

Normalerweise nutzen wir beim Stehen oder bei der Bewegung nicht alle unsere Muskeln. Auf dem Galileo werden durch den Streckreflex alle Muskeln aktiviert, sodass alle Muskelfasern stimuliert werden und gleichzeitig arbeiten. Bei einer bewussten Muskelkontraktion werden ungefähr 40% aller Muskelfasern kontrahiert. Wird die Kontraktion jedoch durch den Streckreflex ausgelöst (d. h. unter Verwendung von Galileo), so ziehen sich 97% der Muskelfasern zusammen. Aus diesem Grund ist das Training mit Galileo effizienter als normale Übungen, für die der Muskel bewusst angespannt werden muss.

Die Zahl der Muskelreflexe pro Sekunde wird durch die eingestellte Trainingsfrequenz bestimmt. Sind zum Beispiel 25 Hertz voreingestellt, so entspricht dies 25 Muskelkontraktionen pro Sekunde, ungefähr 1500 Kontraktionen pro Minute.

Der Streckreflex hat noch weitere Vorteile, da die Bewegung nicht vom Gehirn geplant und gesteuert wird. Die Informationen zum Bewegungsablauf werden jedoch an das Gehirn weitergeleitet, wodurch das Gehirn die Bewegung erlernen und speichern kann. Das kann insbesondere bei der Rehabilitation nach einer Verletzung oder zur Veränderung eines Bewegungsmusters hilfreich sein.